Vom Alleingang zur Interessengemeinschaft

Mitte der fünfziger Jahre kam Bewegung in die deutsch-dänischen Verhältnisse. Dies lag zum einen an der Regelung der Minderheitenfrage durch die Bonn-Kopenhagen-Erklärungen vom 29. März 1955, zum anderen an der Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die NATO im gleichen Jahr, denn dadurch waren Dänemark und die Bundesrepublik Deutschland zu Alliierten geworden. Auch in anderen internationalen Organisationen arbeiteten die beiden Staaten zusammen. Allmählich entwickelte sich eine Zusammenarbeit über die Grenze hinweg. Bereits 1954 veranstaltete Flensburg die so genannten ‚Flensburger Tage', an denen auch Vertreter der Städte in Sønderjylland teilnahmen. Diese Veranstaltung entwickelte sich zu den deutsch-dänischen Tagen, die bis 1989 abwechselnd alle zwei Jahre in Flensburg und Orten in Sønderjylland abgehalten wurden.