Nach der Befreiung 1945 wurden die Trennlinien in Sønderjylland klar gezogen. Große Teile der deutschen Minderheit wurden im Rahmen der Rechtsabrechnung bestraft und im Schloss von Sonderburg und insbesondere im Lager Fårhus eingesperrt. Tausende von deutschen Flüchtlingen kamen aus dem Osten in die Region und wurden in Dänemark in Flüchtlingslagern und in Schleswig zunächst bei der örtlichen Bevölkerung einquartiert. Dadurch ergaben sich Spannungen, die in Schleswig dazu führten, dass große Teile der örtlichen Bevölkerung begannen, sich mehr mit der Region Schleswig zu identifizieren als mit der deutschen Nation. Dies kam der dänischen Minderheit zugute, die in den Jahren nach 1945 einen Boom erlebte. Zehntausende von Einheimischen, die bisher deutsch gesinnt waren, schlossen sich der dänischen Bewegung an, die während einer kurzen Übergangsperiode örtlich über Mehrheiten verfügte. Dies führte zu heftigen Gegenreaktionen auf deutscher Seite, auch nachdem die Minderheit um 1949 wieder zu einer Minderheit geworden war.