Mittelalter und neuere Zeit

Im 13. und 14. Jahrhundert wurde Schleswig politisch mit Holstein verbunden. Allmählich nahmen auch die kulturellen Einflüsse von Süden her zu, und die deutsche Sprache verbreitete sich zusehends. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts dominierte Deutsch somit in den Städten; im südlichen Teil wurde Plattdeutsch gesprochen, an der Westküste und auf den Inseln war das Friesische vorherrschend, während Dänisch und Sønderjysk im zentralen und nördlichen Teil gesprochen wurde. Außerdem gab es Gebiete, in denen die Sprachen gemeinsam auftraten. 1460 wurde der dänische König Christian I. auch zum Herzog von Schleswig und Graf (ab 1474 Herzog) von Holstein gewählt. Bei dieser Gelegenheit versprach er der schleswig-holsteinischen Ritterschaft, dass Schleswig und Holstein in Zukunft gemeinsam regiert werden und für immer ungeteilt verbleiben sollten, "up ewig ungedeelt". Im Rahmen der Erbfolge regierten dann Vertreter der Gottorfer Linie als Herzöge. Im 17. Jahrhundert verbündeten sich die Gottorfer mit den Schweden, und während des Großen Nordischen Krieges besetzte Dänemark 1713 Gottorf.