Um
das Jahr 800 verlief die Grenze zwischen dem dänischen und fränkischen Einflussbereich
entlang der Eider, die 811 durch Kaiser Karl den Großen als nördliche Grenze
seines Römischen Reiches anerkannt wurde. In der Mitte der Region lag die größte
nordeuropäische Stadt der Wikingerzeit: Hedeby/Haithabu. Dieser Handelsort wurde
Dreh- und Angelpunkt für Handel und Wandel der gesamten Region. Zudem unterhielt
man Beziehungen zu praktisch allen Teilen des damaligen Europas. Bei Haithabu
kreuzten sich zwei zentrale Handelsrouten: der Seeweg zwischen Ost- und Westeuropa
und der Landweg Heerweg/ Ochsenweg zwischen Nord- und Südeuropa. Damit gab es
in der Region Kontakte zu allen Teilen der damals bekannten Welt. In der Wikingerzeit
kam es in der Region wiederholt zu Kriegen und Konflikten. Am Ende des 10. Jahrhunderts
eroberte der deutsche Kaiser Otto II. das Gebiet bis hin zum Danewerk einschließlich
Haithabu. Gut zehn Jahre später wurde das Gebiet unter dem dänischen König Svend
Tveskæg wieder zurückgewonnen, der seine Herrschaft mit einem neuen Verteidigungswall
zwischen der Schlei im Osten und den Sümpfen im Westen, dem Kograben festigte.
Später folgten weitere Verteidigungsanlagen.