Sønderjylland
und Schleswig sind zwei Begriffe, die traditionell und historisch als Synonyme
zur Beschreibung des Gebietes dienten, das durch die Flüsse Königsau (Kongeå)
im Norden und Eider im Süden abgegrenzt wird. Sønderjylland war der südliche
Teil von Jütland, und das Gebiet nördlich der Königsau wurde als Nørrejylland
(Nordjütland) bezeichnet. Bis etwa 1500 wurden Schleswig und Sønderjylland als
Synonyme verwendet, seitdem wurde die Region überwiegend als Schleswig bezeichnet.
Erst im Rahmen der nationalen Auseinandersetzungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts
wurde die Bezeichnung Sønderjylland wieder gebraucht und in Dänemark nach 1864
als die dominierende Bezeichnung für das Gebiet verwendet.
Nach der Wiedervereinigung 1920 bezog sich der Begriff Sønderjylland allmählich
nur noch auf den dänischen Teil des historischen Gebietes. Im Laufe der
Jahrzehnte nach 1945 bezeichnet man im normalen Sprachgebrauch Sønderjylland als
das Gebiet, das 1970 zu Syddanmark. Der südliche Teil des
historischen Sønderjylland wird im Dänischen als Sydslesvig und im Deutschen als
Landesteil Schleswig bezeichnet, während der nördliche Teil im Deutschen
Nordschleswig genannt wird.